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Dieser neue chirurgische Roboter kann mit Leichtigkeit in menschliche Schädel bohren

Dieser neue chirurgische Roboter kann mit Leichtigkeit in menschliche Schädel bohren

Während wir noch Jahrzehnte davon entfernt sind, Robotern die Durchführung von Operationen zu ermöglichen, gewinnen Roboterwerkzeuge im medizinischen Bereich zunehmend an Bedeutung. Diese Roboter werden traditionell immer noch von einem Arzt gesteuert, der über ein Computersystem arbeitet. Eine neue Studie wurde jedoch in veröffentlicht Wissenschaftsrobotik berichtet über die weltweit erste robotergestützte Cochlea-Implantat-Operation.

[Bildquelle: IGT Artorg über YouTube]

Das Entwicklungsteam stammt von der Universität Bern im ARTORG-Zentrum für biomedizinische Forschung der Schweiz. Hauptstudienautor Stefan Weber erzählte Populärwissenschaften dass sie über acht Jahre gebraucht haben, um den Roboter zu perfektionieren.

Diese Zeitleiste mag etwas lang erscheinen, wenn man ihre Entwicklung mit anderen Robotern auf dem Gebiet vergleicht. Dieser Roboter muss jedoch in einer hochkomplexen Umgebung arbeiten und eine sehr spezifische und zielgerichtete Aufgabe erfüllen. Cochlea-Implantat-Operationen helfen bei Patienten mit Teilfunktion ihres Cochlea-Nervs, das Gehör wiederherzustellen. Herkömmliche Methoden erfordern, dass Chirurgen den Schädel eines Patienten öffnen und in einem Bereich von der Größe einer Euro-Münze arbeiten. Erst nach dieser Öffnung kann die Elektrode des Hörgeräts implantiert werden.

[Bildquelle: IGT Artorg über YouTube]

"Der Mensch arbeitet haptisch und visuell an den Grenzen seiner Fähigkeiten", sagte Weber. "Aber wenn es richtig konstruiert ist, kann ein Robotersystem mit jeder Auflösung arbeiten - ob es ein Millimeter ist, den Sie brauchen, oder ein Zehntel Millimeter."

Der Roboter ermöglicht das Bohren eines noch engeren Tunnels in den Schläfenknochen des Innenohrs. Der Tunnel passt genau zur Elektrode, und ein kleineres Loch bedeutet weniger Zeit, die ein Patient benötigt, um sich von der Operation zu erholen. Die meisten Cochlea-Implantat-Operationen treten bei kleinen Kindern auf, sodass eine Reduzierung der Ausfallzeiten höchstwahrscheinlich zu glücklicheren Patienten führt.

Das folgende Video aus dem Jahr 2013 zeigt einige Nahaufnahmen des Testens und der Feinabstimmung der maßgeschneiderten Robotik:

Der Roboter assistierte letztes Jahr bei seiner ersten Operation an einer 51-jährigen Patientin. Es wurde seitdem dreimal verwendet und alle Operationen wurden als Erfolg gewertet. Die Patienten werden weiterhin überwacht, um ihre gesamte Hörerfahrung zu bewerten.

Weber sagte, der Prozess sei weit davon entfernt, vollständig automatisiert zu sein. Er möchte den Prozess jedoch weiter "optimieren". Das Team arbeitet an der Entwicklung eines Roboters, um die Implantation abzuschließen und die Elektrode in das Innenohr einzufädeln.

"Nehmen wir an, die Strukturen sind eher klein, im Gehirn oder tiefer in der Schädelbasis", sagte er. "Wir sind gespannt, ob wir es in Zukunft erweitern können."

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