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Wissenschaftler gehen der Fusionsenergie einen großen Schritt näher

Wissenschaftler gehen der Fusionsenergie einen großen Schritt näher

[Mit freundlicher Genehmigung von Wikimedia Commons]

Wissenschaftler könnten endlich die Schlüsselzutat für die Herstellung der Kernfusion haben. Die Ingenieure am MIT stellten mit 2,05 Atmosphären einen neuen Weltrekord für den Plasmadruck auf.

Der vorherige Rekord lag bei 1,77 Atmosphären, und beide Rekorde wurden im Alcator C-Mod-Reaktor am MIT aufgestellt.

Kernspaltungsreaktoren schienen jahrzehntelang unsere einzige Option zu sein, da Fusionsreaktionen nur auf der Sonne stattfanden. Die Möglichkeit, einen Plasmadruck zu duplizieren, der mit dem der Sonne vergleichbar ist, könnte jedoch bedeuten, dass Kernfusionsreaktoren schließlich für saubere Energie verwendet werden können. Erhöhte Drücke bedeuten erhöhte Reaktionsgeschwindigkeiten, und diese Studien könnten zeigen, dass wir uns einem Reaktor nähern, der endlich technologisch realisierbar ist.

"Dies ist eine bemerkenswerte Leistung, die das äußerst erfolgreiche Alcator C-Mod-Programm am MIT hervorhebt", sagte der Physiker Dale Meade vom Princeton Plasma Physics Laboratory, der nicht an den Experimenten beteiligt war, in einem Interview mit Wissenschaftswarnung.

"Der Rekordplasmadruck bestätigt den Ansatz mit hohem Magnetfeld als attraktiven Weg zur praktischen Fusionsenergie."

[Mit freundlicher Genehmigung von Wikimedia Commons]

Die Forscher mussten den Reaktor auf 35 Millionen Grad Celsius drehen. Das ist mehr als doppelt so heiß wie die Kerntemperatur der Sonne von 17 Millionen Grad Celsius. Diese Temperatur erzeugte 300 Billionen Fusionsreaktionen pro Sekunde und die Reaktionen dauerten zwei Sekunden.

Das MIT-Team ist begeistert von ihrer Entdeckung. Sie sagten, Druckniveaus seien "zwei Drittel der Herausforderung" bei der Erzeugung lebensfähiger Kernfusionsreaktionen.

Wissenschaftler haben lange gehofft, dass die Fusion die saubere, sichere und unbegrenzte Energie liefert, die die Welt benötigt. Im Gegensatz zu Kernspaltungsreaktionen besteht keine Chance auf eine Kernschmelze, da durch die Fusion die Atome kombiniert werden und kein Abfall entsteht.

Der einzig schwierige Teil? Duplizieren der Fusionskraft eines Sterns in einer begrenzten Laborumgebung. Laut Science Alert wird der Alcator C-Mod, der maßgeblich zur Einstellung von zwei Plasmadruckrekorden beigetragen hat, nach 23 Jahren auf die Weide gestellt. Es besteht die Hoffnung, in Frankreich eine größere Maschine zu bauen, die zum weltweit größten Kernfusionsmodell werden könnte.

Über MIT, Wissenschaftswarnung

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